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Juli 2025

»In Deutschland muß man etwas Ernstes geleistet haben, damit man als Komiker ernst genommen wird.«
Theo Lingen

Ringo never knows?

Auf einer frühen Pressekonferenz der Beatles antwortete Ringo Starr einem Fragesteller, der ihn aufs Glatteis führen wollte, was er denn von Ludwig van Beethoven halte: »Oh, ich liebe Beethoven, besonders seine Gedichte.« Das war schlagfertig, überraschend und deshalb: witzig. Dabei galt er vielen von Anfang an als der dumme Drummer: ganz niedlich, irgendwie drollig, aber nicht der hellste Stern am Firmament. Der ja nicht mal geschnallt hatte, dass sein Schlagzeug »falsch rum« stand, denn das Drumkit des geborenen »Lefty« ist bis zum heutigen Tag wie für einen Rechtshänder aufgebaut. Vielleicht auch das ein Grund, warum sein Gehirn ein wenig »anders«, unkonventionell, funktioniert und Gedankenblitze wie »It’s been a hard day’s night« oder »Tomorrow never knows« hervorgebracht hat. Die Rest-Beatles fanden das komisch, Ringo meinte es ernst. John Lennon erklärte sinngemäß, Ringo wisse selbst nicht, was er da manchmal zum Besten gebe. Aber stimmt das? »Eines harten Tages Nacht« klingt doch gar nicht so blöd, und »Das Morgen weiß nie« fast schon philosophisch. Auf die Frage einer Journalistin, was er denn sei, ein Mod oder ein Rocker, gab er an: keins von beiden. »I’m a mocker.« Am 7. Juli wird Richard »Ringo« Starkey aus dem Liverpooler Arme-Leute-Ortsteil Dingle 85, »but I feel like 24«. Man solle, so seine Warnung, bloß nicht auf die Idee kommen, ihm zu schreiben oder gar auf eine Antwort zu warten. Er habe schließlich Besseres zu tun, als seine Zeit mit Autogrammwünschen zu verplempern. Peace and Love.