Die bessere Antwort #34
Ist es moralisch vertretbar, den eigenen Sohn im Keller einzusperren, damit er nicht zur Bundeswehr muss?
Nein. Glauben Sie wirklich, ihn ein, zwei Jahre im Keller einzusperren, ist Ihre einzige Chance? Ihr Sohn soll sich doch darüber freuen können, dem Dienst an der Waffe zu entgehen. Das kann er aber nicht, wenn er nicht am Planspiel Börse teilnehmen kann, weil er im Heizungskeller hocken muss. Deshalb rate ich auch davon ab, den Tod Ihres Sohnes vorzutäuschen. Denn auch dann kann er nicht am Planspiel Börse teilnehmen, da er ja im Untergrund leben muss. Noch dazu ist es der bürokratische Aufwand, der mit dem vermeintlichen Tod verbunden ist, nicht wert.
Sie sollten also dafür sorgen, dass für Ihren Sohn keine Nachteile entstehen. Oder jedenfalls sollten die Vorteile überwiegen. Ich schlage daher vor, dass Sie ihm den Arm brechen. Und zwar so, dass er ausgemustert wird, aber immer noch am Planspiel Börse teilnehmen kann. Wie, Sie sehen den Vorteil nicht? Dann habe ich wohl vergessen zu erwähnen, dass Sie Ihrem Sohn sofort den Arm brechen sollen. Klingelt es jetzt? Nein? Dann fragen Sie ihn mal nach seinem Herzenswunsch. Er wird lauten: Einmal mit einem Gips in die Schule gehen.