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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Ihre letzte Chance – Trump

admin

Mir fällt zu Trump nichts eins; auch weil der ARD-Demoskop Schönenborn, den sie nach jeder Wahl loben, weil er immer so schön nüchtern sei, etwas fallenließ, was bereits alles sagte. Zwei Lager gebe es in den USA: Das eine habe Angst vor der Zukunft, das andere nicht, und diesem seien die Ängste des ersten ganz egal.

Wer vom Rathaus kommt, ist freilich immer schlauer, aber falls es stimmt, daß die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, dann darf es doch eigentlich kein „Schock“ (Uschi v. d. Leyen) sein, wenn die wachsende Zahl der Armen oder von Armut Bedrohten lieber einen rechten Demagogen wählt als die Vertreterin eines liberalen Establishments, dem die Probleme der unteren Bevölkerungshälfte (von der Krankenversicherung vielleicht abgesehen) weniger wichtig sind als die eines juste milieu, das sich nicht um seine Stromrechnung sorgt, sondern darum, wo der Strom herkommt. Kollege Dath, der weiß, daß zum Überbau die Basis gehört wie der White trash-Malocher zum Loft im Meatpacking District, nannte Obama in der FAZ einen „ethischen Erzieher, der mahnt: Bekehrt euch zur Krankenhilfe nach dem Solidarprinzip, zu nachhaltiger Energie als Klimaschutzmaßnahme, zur Achtung der Würde auch von Gefangenen, zur internationalen Politik des Ausgleichs anstelle von Vorherrschaftsarroganz, zu Kosmopolitismus, Antirassismus, Antisexismus, wie ihn die Gebildeten und Toleranten in New York schon lange lieben und leben.“

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