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Eugen Egners »Gift gibt Kraft«

admin

Der Beginn der dunklen Zeit (1. Teil)

Ein Menschendarsteller namens Lubrik Allmann hatte, wie er wiederholt versicherte, immer „ein ums andere Bein zu tun“. Auch behauptete er, sein linkes Bein wisse nichts von seinem rechten. Die Werte für das linke Bein waren angeblich sehr gut, das rechte Bein lag im Dunklen. Deshalb benötigte Lubrik Allmann vielleicht ein zentrales Nervensystem, das die Aufsicht über alle seine Gliedmaßen versah, so gut es eben ging.
Meist hatte Allmann im Garten zu tun. Der Garten war größtenteils mit Mattglasscheiben überdacht, weil Lubrik Allmann den Standpunkt vertrat, der Aufenthalt im Freien sei kein Ersatz für den Aufenthalt in einem Innenraum. Über seinen Garten wurden Unwahrheiten verbreitet. So hieß es beispielsweise, es gebe dort keine Beete, weil Allmann die Erde an einen unbekannten Ort geschafft habe. Einmal wurde er von einer Journalistin gebeten, darüber zu sprechen. Er begann also: „Aus den Gartenbeeten kommen hin und wieder hundeartige Tiere heraus.“ Darüber wunderte sich die Journalistin: „Aus der Erde?“ Allmannn bestätigte: „Jawohl, aus der Erde.“ Demnach gab es also sehr wohl Erde in seinem Garten, und die Journalistin hatte daran auch keinen Zweifel. Bezüglich der Tiere, die aus dieser Erde kommen sollten, war sie allerdings mehr als skeptisch. „Das gibt es nicht“, lautete ihr Urteil. Lubrik Allmann beharrte jedoch darauf. Das Dunkel, das sein rechtes Bein umgab, verdichtete sich.

(Fortsetzung folgt)


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